Tauschring Blog für das Dreiländereck

Münstertal, Juni 2007 - Wald und Garten

Zum Waldtag am 12. Mai ist ein guter Artikel auf der Münstertal-Homepage. http://www.tauschring-muenstertal.de/
Nun ein von Elisabeth Renkl neu aufgedecktes Thema: Verseuchter Boden

Nun ist es - leider- amtlich. Auch unser Boden ist verseucht. Das Ergebnis findet ihr im Anhang. Wer seinen Boden auch untersuchen lassen will, soll auch den ph-Wert bestimmen lassen, denn ein hoher ph-Wert ist günstig, damit die Pflanze nicht so viel Schadstoffe aufnehmen kann.
Unbedenkliche Bodenwerte sind:
Blei 40 - 70 (unser Boden 975)
Cadmium 0,4 - 1,0 (2,87)
Zink 60 - 150 (507)
Arsen habe ich zu fragen vergessen.

Ich habe begonnen, Recherchen zu unternehmen, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich denke, dass es da enormen Aufklärungsbedarf gibt. Besonders betroffen sind die Bereiche ab Mulden talauswärts. Man hat sogar in Krozingen noch viel zu hohe Bleiwerte gefunden, die auf den Bergbau im Münstertal zurück zu führen sind. Wie viele Familien bauen im guten Glauben eigenes Gemüse an und reichern den Schwermetallhaushalt ihrer Körper systematisch an!!!

Eine “Empfehlungsliste“, was noch mit gutem Gewissen aus dem eigenen Garten verspeist werden kann, erhalte ich in den nächsten Tagen. Bei Interesse kann ich es gerne weitermailen.

Im Regierungspräsidium sagte man mir (Herr Schirk, Tel 0761-208-4330), dass das Landratsamt informiert ist und auch schon einmal versucht wurde, eine Bürgerversammlung zu diesem Thema zu organisieren. Die damaligen Mitglieder des Gemeinderats waren jedoch dagegen…. Es sei auch “in Angriff genommen worden”, eine Risikobewertung vorzunehmen. Er ermunterte mich, Aufklärungsarbeit in dieser Angelegenheit zu betreiben und sicherte mir seine Unterstützung zu.

Ich werde auch mit Herrn Heinrichsmeier von der unteren Bodenschutzbehörde im Landratsamt Kontakt aufnehmen. Er wurde von Herrn Schirk darüber bereits informiert. “Die Sache muss sauber aufgearbeitet werden” (Zitat Hr. Schirk9

Ich beginne in ein Wespennest zu stechen und suche mutige Mitstreiter. Dass wir bei diesem Thema sensibel vorgehen müssen, ist klar.

Es gibt noch vieles zu klären, z.B. wieviel Blei steht zur Resorption im Magen-/ Darmtrakt zur Verfügung, welches Obst aus lagert welche Schwermetalle in welchen Konzantrationen ein, die Bodenschutz- und Altlastenverordnung muss “studiert” werden etc.) - wer kann mich dabei unterstützen?

Für diejenigen, die auf den Anbau im Garten gar nicht verzichten wollen (zu denen ich mich auch zähle), gibt es die Möglichkeit, ein Geovlies unter ein Hochbeet zu setzen, so dass der Erdtransport durch Regenwürmer u.a. in obere Schichten und damit auch die Taximöglichkeit für leichtgängige Schwermetalle nicht mehr möglich ist. Ich habe mit einer österreichischen Firma Kontakt aufgenommen und versuche, Sonderkonditionen auszuhandeln. Wer hat Interesse daran? Regulärer Preis für ein 200 x 90 cm großes Hochbeet ca. 250,- plus 50,- Transport. Das Beet gibt es auch in 160 x 80 cm.

So, jetzt hoffe ich auf viele Mitstreiter,
danke für das Weiterleiten dieser Nachricht an andere Betroffene und euer Engagement!

Viele Grüße
Elisabeth


1 Kommentar


  1. Kommentar von Anonymous — 21. Januar 2008 @ 17:22

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