Tauschring Blog für das Dreiländereck

Tauschkongress - die Griechen berichten

Sehr beeindruckt hat mich der Vortrag von den griechischen Tauschfreunden.
In ihrer extremen Not – kaum jemand der Durchschnittsbevölkerung hat Euro als Zahlungsmittel verfügbar, weil die Reichen nicht bereit sind Steuern zu zahlen, also Geld abzugeben – sind sie sehr angewiesen auf ihre selbst inizierte Tauschwährung.

Auf meine Nachfrage wie sie Liquidität in ihr Tauschsystem bringen, wurde mir erklärt das ALLE Leistungen die die Mitglieder für den Tauschkreis erbringen mit der Tauschwährung vergütet werden. Ein negatives Systemkonto gibt es trotzdem nicht, da nach ihrer Definition hinter diesem neugeschöpften Geld eine Leistung steht und ihr Tauschgeld sowieso vernünftigerweise ausschließlich leistungsgedeckt sei.

Dieser griechische Tauschkreis leistet sehr viel.
Er organisiert regelmäßig Tauschmärkte auf der Straße. Hat in Zwischenzeit ein regelmäßig besetztes Büro in der Innenstadt und er hat z.B. ein vorher ziemlich heruntergekommenes leerstehendes Objekt der Universität mit der Tauschwährung renoviert und zum Teil auch Obdachlosen zum Übernachten zur Verfügung gestellt. Selbst Lebensmittel werden inzwischen von den Tauschfreunden in einem Gartenprojekt erzeugt und getauscht. Sie Leisten alles in allem viel Hilfe zur Selbsthilfe und die ist im südlichen Euroland bitter nötig.

Frieder Müller


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