Tauschring Blog für das Dreiländereck

Tauschring Presse April 2008

Artikel in den Zeitungen:
RENCONTRE ANNUELLE des SEL de la REGIO
Cette année, comme tous les ans, les SEL de la REGIO se sont réunis
à EHRENKIRCHEN (Pays de BADE) le dimanche après-midi du 13 avril
2008 dans la salle des sports. Lors de notre arrivée vers 13H30 nous
fûmes chaleureusement accueillis par nos voisins allemands chargés de
l’organisation qui était excellente.
Les quatre représentants du BretSel, Denise H., Colette, Eliane et Jean-
Gabriel trouvèrent des tables pour exposer les objets qu’ils souhaitaient
troquer.
Le Président du SEL organisateur, accueillit l’adjoint au maire avec un
discours de bienvenue suivi d’une aubade musicale exécutée par une
fanfare.
A la suite de cela commença le marché où nous troquâmes hardiment.
Ce marché fut interrompu de temps en temps par diverses prestations
extérieures telles que le maquillage des enfants, un salon de coiffure
organisé avec des apprentis où l’on pouvait se faire couper les cheveux,
une démonstration de danse du ventre et une présentation d’instruments
de musique curieux.
Pendant ce temps on pouvait écouter à l’extérieur un concert de piano
et d’orgue de barbarie.
Il y eut environ 150 participants au marché auxquels s’étaient joints un
grand nombre de visiteurs qui s’adressaient aux divers stands
d’information pour obtenir des renseignements sur le fonctionnement des
SEL. Par la suite ils visitèrent les stands pour se rendre compte de la
qualité des objets proposés au troc.
Pour information, le cercle de troc des Wiesentaler fêtera son 10ème
anniversaire le dimanche 29 juin 2008 entre 11H00 et 18H00. Cet anniversaire
aura lieu à ENKENSTEIN près de SCHOPFHEIM.
Votre dévoué Vice-président
Jean-Gabriel SCHNEIDER (n°284)

Vom Geben und Nehmen
Viele Neugierige beim ersten überregionalen Tauschringtreffen

Badische Zeitung Freiburg 18. April
VON UNSEREM MITARBEITER MICHAEL SAURER
Foto-Unterschrift: Attraktive Tauschring-Währung: Bauchtanz

EHRENKIRCHEN. Babysitter gesucht, aber knapp bei Kasse? Kein Problem. Beim ersten überregionalen Treffen der Tauschringe des Markgräflerlandes konnte auch ohne Geld eine tüchtige Hilfe gefunden werden. Bezahlt wird mit einem ausgeklügelten Punktesystem. Mehr als 400 Interessierte trafen sich in der Ehrenkirchener Kirchberghalle, um sich gegenseitig auszutauschen und um das System des Gebens und Nehmens kennenzulernen.

Inge-Lore Andres hat Stress. Sie ist letzte Woche in ihre neue Wohnung umgezogen, nun muss die alte renoviert werden. Viel Arbeit für die berufstätige Frau, da käme tatkräftige Unterstützung gerade recht. Und sie weiß, auf den Tauschring ist Verlass. „Irgendjemand wird sich heute finden”, gibt sie sich zuversichtlich. Denn heute sind sie zum ersten mal alle versammelt: Die Tauschringe des Münster- und Wiesentals, die von Müllheim, Staufen, Lörrach. Sogar einige Schweizer und Elsässer finden sich in der Ehrenkirchener Stadthalle.
Denn die Tauschringe boomen. Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Mitglieder in den vergangenen Jahren. Getauscht werden dabei weniger Waren als viel mehr Arbeitskraft. Um die 1400 Dienstleistungen werden mittlerweile vom Breisgau bis nach Basel angeboten, darunter exotisches wie Bauchtanzstunden und Feng-Shui-Beratung oder alltägliches wie Kinderbetreuung und Handwerksarbeiten. Und das alles, ohne dass auch nur ein Cent den Besitzer wechselt. Gezahlt wird mit einer Alternativwährung-Talente heißt diese im Markgräflerland. Für eine Stunde Arbeitszeit werden 20 Talente auf die eigene Kontokarte gutgeschrieben.
Mit den gesammelten Talenten kann man sich dann später selber helfen lassen und bekommt so die investierte Zeit wieder zurück. Ob es sich dabei um Arbeit handelt, die von einem Spezialisten erledigt wird oder von einem Laien, ist unerheblich.
„Jede Lebensstunde ist gleich viel wert”, erklärt Elisabeth Renkl, die Organisatorin des Tauschringtreffens. Für die Erstellung einer Homepage gibt es also ebenso viele Talente wie für das Ausführen des Hundes. Und das System funktioniert, Ärger gibt es praktisch nie. Im Gegenteil: Neue Bekanntschaften entstehen. Das war auch der Grund, warum Renkl vor einigen Jahren selbst die Leitung eines Tauschrings übernommen hat. Es gehe ihr nicht darum, billige Arbeitskraft zu bekommen und zu geben, sagt sie, sondern darum, aktive Nachbarschaftshilfe zu leisten. „Ich gebe meine Zeit für etwas und jemand anderes gibt mir dafür seine Zeit, und Spaß hat man dabei auch noch”, erklärt Renkl die Philosophie des Tauschens..
Zeit hat sie auch für die Vorbereitung des Treffens investiert. An die 100 Stunden waren es, die aber nicht verloren sind, sondern, wie sollte es anders sein, auf ihrem Talentekonto gutgeschrieben wurden. Jetzt kann sie sich also erstmal
zurücklehnen und andere den Hausputz oder die Autoreparatur übernehmen lassen.
Auch Inge-Lore Andres ist am Ende der Veranstaltung zufrieden. Am Ende fand sich jemand, der ihr die Wände weißelt, sogar ein gelernter Maler. Dass sich die beiden davor gar nicht kannten, ist egal. Natürlich hätte sie sich auch für ein paar Euro einen Studenten vom Studentenwerk vermitteln lassen können. Aber so sei das Ganze doch viel persönlicher. Statt Geld auszugeben, wird sie in den kommenden Monaten wohl wieder Französischunterricht geben. „Der Tauschring macht das Leben einfach leichter”, sagt sie gut gelaunt.

Gemeinsam ganze Berge abtragen
Nach dem Prinzip Zeit nehmen und Zeit geben, hat der Tauschring Markgräflerland 1400 Angebot im Programm

Badische Zeitung Lokalredaktion Müllheim von unserer Redakteurin Gabriele Babeck-Reinsch
Bildunterschrift: Sie sind die Spitze des Eisbergs: Eckehard B, Elisabeth W, Angelika M, Karl-Heinz Fr und Helma H.

MÜLLHEIM. Es geht auch ohne Geld. Die Tauschringe landauf, landab beweisen es. Im Markgräflerland gibt es eine besonders rührige Gruppe. Die Mitglieder tauschen sich in Form von Freundschaftshilfen aus. Dabei geht es um mehr als die Inanspruchnahme von Dienstleistungen und Waren. Wer sich informieren möchte, hat am Sonntag Gelegenheit: beim großen RegioTauschring-Fest in Ehrenkirchen.

Zeiten, da Milliarden durch Anlagen in schlechte US-Immobilienfonds vernichtet werden, mögen manche über den Wert des Geldes ins Grübeln bringen. Jedenfalls hat der Tauschring Markgräflerland, der in Müllheim vor 13 Jahren seinen Anfang genommen hat, seine Teilnehmer verdoppelt. Zunehmend wird die Sache auch für Männer interessant. Das erweitert die Palette der „Talente”, die Maßeinheit, in der abgerechnet wird, um handwerkliche Geschicklichkeiten. Jeder angebotenen und nachgefragten Fähigkeit wird der Richtwert von 20 Talenten pro Stunde zugemessen, ob gelernt oder ungelernt ausgeführt. Für erarbeitete Produkte, zum Beispiel selbst gebackenes
Brot, wird ebenfalls der Zeitaufwand berechnet. Wie aber funktioniert’s in der Praxis?
Sechs Kubikmeter Mulch hatte Angelika M auf 1500 Quadratmeter Hangfläche zu verteilen. Für den Tauschring keine Ursache: Zehn Leute machten sich ans Werk, hatten viel Spaß dabei und nach zweieinhalb Stunden den ganzen Bergbewältigt. Der Preis dafür: 500 Talente. Für Angelika M ein Leichtes, sie abzuarbeiten. Sie bietet Unterstützung bei der Handhabung des Computers. Wenn sie dabei an ihre Grenzen kommt, dann verweist sie an Profis - wie es den Richtlinien des Tauschrings entspricht. Helma Hein, die diese Hilfe hin und wieder in Anspruch nimmt, lernt dafür mit dem 14jährigen Sohn Französischvokabeln. Elisabeth W organisiert gerne Putzrunden nach dem Tauschverfahren.
Auch wenn sich das Verfahren vorzugsweise im Bekannten- und Freundeskreis abspielt, so funktioniert das Tauschverfahren prinzipiell unabhängig. Die Teilnehmer erhalten eine Tauschkarte, auf der Soll und Haben genau registriert werden. Die Dienste, die beansprucht werden können, hat der Tauschring aufgelistet: 1400 Angebote auf 40 Seiten. Sie umfassen handwerkliche Arbeiten, aber auch Hilfestellungen vielfältiger Art. Eine Frau zum Beispiel stellt ihr Talent beim Verfassen von Beschwerdebriefen zur Verfügung. Inzwischen wird mit anderen Tauschringen am Aufbau eines Netzes gearbeitet, um Reisen einzubeziehen, im In- und Ausland.
Das Tauschen zieht Kreise, es entsteht eine soziale Gemeinschaft, die Feste miteinander feiert und die im Notfall zupackt - und dann mit Sozialbonus abrechnet, will heißen, manche Handreichung dem Mitgefühl schuldet. Einer jungen Frau mit Baby, die alleine einen Umzug nicht bewältigen konnte, wurde mit einem spontan organisierten Einsatz geholfen. Drei Männer bauten ihr die neue Küche ein, damit sie abends wieder kochen konnte.
Der Tauschring Markgräflerland funktioniert ohne feste Strukturen. Ein Dutzend Eingeschworener aber braucht es schon, die das Projekt in Bewegung halten, die Monatstreffs im „Blauen Elefant” organisieren, Listen führen, die Tauschkarten verwalten. Eckehard Bergin hält den Kern zusammen. Andere helfen ihm dabei. Wer mitmachen will, wird sehr entgegenkommend behandelt: Er erhält als Erstes 100 Talente - Gegenwert: fünf Stunden -, die er verbrauchen kann, um erst mal warm zu werden.

REGIO-TAUSCHRING-FEST
Hier noch das versprochene Feedback, tat mir leid, dass es etwas gedauert hat, aber es ist nun eben wieder gartensaison, da verbringen wir einfach mehr Zeit an der frischen Luft als am PC.
Nun, wir waren erstmal begeistert von der liebevollen und weitreichenden Vorbereitung und vom herzlichen Empfang. Die Bewirtung war köstlich und jederzeit dem Ansturm gewachsen. Du selbst hast unterhaltend bis begeisternd durch den Tag geführt, ein echtes “Aushängeschild”, ganz Profi, toll!

Das Angebot des Marktes war etwas einseitig auf Trödel plus einige Kunststände beschränkt, für unseren Geschmack wäre es schön gewesen, wenn sich noch einige Menschen mehr die Mühe gemacht hätten kulinarische Köstlichkeiten und auch Grundnahrung wie Brot , Eingemachtes etc. anzubieten. Ein bisschen bekommt man bei solchen Märkten sonst den Eindruck, die Leute wollen nur ihren Ballast loswerden. Was ein Stück weit ja auch O.K. ist. Aber es sollte einfach mehr noch von anderen Angeboten gespickt sein. ( Bei uns ist das oft sehr ähnlich, deshalb versuchen wir auch vor unserem Jubiläumsmarkt zum 10jährigen einige Leute rechtzeitig für solche speziellen Stände zu gewinnen. )

Ab der Bauchtanzvorführung bzw. spätestens nach der folgenden Animation zum Tanzen, wärs schön gewesen, man hätte die Musik einiges leiser gedreht, gemütlich Maktschlendern und mit Leuten ins Gespräch kommen, passte unserer Meinung nach nicht zur danach anhaltender Lauter Musik , es sind einige Menschen aus dem grossen Saal “geflüchtet” , weil es ihnen zu viel bzw. zu laut wurde. Ich denke in Tauschringkreisen bewegen sich halt auch sehr viele empfindsamere Gemüter, denen größere Menschen ansammlungen bisweilen schon sehr anstrenend werden und wenn dann auch noch zu aufdringliche Musik läuft, dann hält es der/die eine/r oder andere/r nicht so lange aus.

Trotzdem ein starkes Setting mit Kraft dahinter, die man sich wünscht im Tauschring.
Die Zeitungsmeldungen sprechen für sich, danke für die Zusendung.

ganz liebe und sonnige Grüsse, Jürgen Hess vom Wiesentaler


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