Tauschring Blog für das Dreiländereck

Tauschring und Nachbarschaftsnetzwerk


Der Tauschring Markgräflerland ist von Tauschringen umgeben, die als eingetragene Vereine ihre Tauschaktionen zentral verbuchen und unter der vielen Bürokratie leiden. Speziell vom Wiesental haben wir folgende Einladung bekommen:

am Samstag, dem 2. Februar war in Schopfheim - Fahrnau die Mitgliederversammlung des Wiesentaler Tauschrings. Dabei wiurde auch über die Abschaffung des Buchens unserer Tauschgeschäfte diskutiert.

Die andere Tatsache ist, dass an vielen Orten jetzt Nachbarschaftsnetzwerke entstehen, zur Selbstermächtigung in einer überschaubaren Nachbarschaft. Das geht über unser System mit den Tauschkarten in der Vereinfachung noch hinaus: Ich nehme ein Beispiel in Basel, www-nachbarnetbasel.ch nachzulesen. Außer den dort leicht zu findenden Angeboten und Nachfragen gibt es Listen, die öffentlich ausliegen für nicht Internet-Versierte. Die Namen stehen da nicht, nur z.B. 36 j Mann, 59j Frau, teilzeitl. berufstätige Pädagogin, usw. aber nach Straßennahmen geordnet, so dass man sofort weiß, was es in der Nähe gibt. Wenn man findet was man sucht, so meldet man sich erst mal an und schreibt, was man selber anbietet oder sucht und dann kommt eventuell die Verbindung zustande. Es geht um die Information, nicht ums abrechnen. Wer Genaueres wissen will, findet es in dieser Internetseite gut erklärt. Man merkt, dass dieses System gefördert wird von allen möglichen Stellen und Einrichtungen in Basel und daher kommt die Dichte der Angebote zustande.

Was meint ihr, wie sollten wir weitermachen, wo sollten wir unsere Kraft in Zukunft investieren?
Herzlichen Gruß
Rudi Eichenlaub


2 Kommentare

  1. ich habe mir die Homepage vom Basler Nachbarschaftsnetzwerk angesehen…. das ist noch nicht das was ich mir vorstelle und was wir vor Jahren mal praktiziert haben.
    Zum Organisatorischen eines Nachbarschaftsnetzwerkes kann das Internet durchaus hilfreich sein, sollte aber m.E. nicht das wichtigeste Medium sein.
    - viele ältere Menschen haben nach wie vor keinen PC und wollen sich auch damit nicht auseinandersetzen.
    - es wäre viel wichtiger im Stadtteil präsent zu sein, eventuell durch eine Art Stadtteilzeitung (die jedoch auf einer Homepage ebenfalls hochgeladen werden sollte)
    - Ich denke das es nicht sinnvoll ist, die Leistungen in Geld vergüten zu lassen, auch nicht mit Tauschgeld. Ich sehe die Gefahr, daß wenn gerade Sozialhilfeempfänger Geldbeträge zusätzlich verdienen, daß ihnen dann Sozialhilfe gekürzt wird. Und ein regelmäßiges Einkommen sind diese Dienste ja nicht… Ich fände es alternativ besser, wenn die Vergütung in anderer Form stattfinden könnte (Kinderbetreuung, Essen, etc) jedoch müßten wir da noch ein Konzept überlegen

    Ein weiterer Kritikpunkt ist, m.E. Kulturveranstaltungen sollten dabei sein, denn dadurch wird ein Stadtteil auch lebendig.

    Ich stelle mir nicht allein ein Konzept vor nach dem Motto “jung hilft alt” sondern ich finde den Freizeitaspekt sehr wichtig. Zusammen etwas unternehmen, sich gegenseitig besuchen, in einer Gruppe etwas machen. Das können junge unter sich, alte unter sich oder auch gemischte Gruppen sein. jede sollte ihre eigene Berechtigung haben.

    Und wenn auch das Aufziehen eines Tauschrings mit allem Drum und dran nicht einfach ist….
    Es wäre gut, wenn man es schaffen könnte, daß aus dieser gegenseitigen Hilfe sich nach und nach ein Tauschrng ergibt.
    Also nicht einen Tauschring gründet und den Leuten sagt, jetzt tauscht mal schön…

    sondern wenn es den umgekehrten Weg gäbe….

    So das sind meine Gedanken zum Nachbarschaftsnetzwerk mal ins Unreine geschrieben….

    Herzliche Grüße,

    Andreas Kausch

    Kommentar von Rudi — 22. Januar 2008 @ 06:21

  2. Ich muß sagen, eine gute Vorgehensweise fällt mir da auch nicht ein. Bin zum Beispiel auch Mitglied im Müllheimer Tauschring aufgrund einiger Kontakte dorthin, erscheine dort aber nicht in der Mitgliederliste, hab große Mühe ( und zuhause kein Internet), an Angebote und Nachfragen ranzukommen, zumal ich fürchte, mit meinen eigenen Angeboten garnicht aufzutauchen?? Habe heute versucht, eine Gesamtliste des Müllh. Tauschrings zu finden zum Runterladen auf UBStick, aber hab selbige nicht gefunden…es gibt immer nur neueste Eintragungen?
    In Bollschweil haben wir eine ausgedruckte Liste, zugegebenermaßen mit Fehlern und nicht immer aktuell, aber das hilft für den Alltagsgebrauch und man kennt irgendwann seine Leute oder für Aktuelles ruft man mal 10 Leute an. Alles Weitere find ich wie gesagt für nicht PC geübte schwierig.

    Kommentar von Florence Hibbeler — 6. Februar 2008 @ 13:59

Einen Kommentar hinterlassen

XHTML: Diese Formatierungen können in Kommentaren genutzt werden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>