Tauschring Blog für das Dreiländereck

Wünsche für das Neue Jahr

Lasst uns unsere Zeit so gestalten, dass man sich an sie erinnern wird
als eine Zeit, in der eine neue Ehrfurcht vor dem Leben erwachte,
als eine Zeit, in der nachhaltige Entwicklung entschlossen auf den Weg gebracht wurde,
als eine Zeit, in der das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden neuen Auftrieb bekam
und als eine Zeit der freudigen Feier des Lebens.

So endet die Erd-Charta die im Zusammenhang mit dem Umwelt-Gipfel 1992 in Rio entstand. Für uns soll sie gelten!

Der Tauschring Markgräflerland ist in die Jahre gekommen. Es mag stimmen, dass auch die Mitglieder in die Jahre gekommen sind. Lebensmüde sind wir deswegen nicht. Schaffen wir in diesem Neuen Jahr einen neuen Anfang?

An Neujahr hat der Physiker Harald Lesch in SWR2-Aula in Alltagssprache die Zusammenhänge der Erdbeherrschung duch den Menschen dargestellt. Nachzuhören in Zusammenhänge Ich möchte daraus ein paar Sätze zitieren:

„Wir leben im Erdzeitalter, das durch den Menschen geprägt ist. Wir werden geologisch nachweisliche Spuren auf dem Planeten hinterlassen durch die totale Nutzung der Erde – zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Wir nehmen den Planeten aus bis auf die Knochen….

… Die Tragödie einer Wissenschaft, die so weit weg von unseren normalen Erfahrungsbereichen forscht, besteht darin, dass ihre Erkenntnisse immer wieder aufs Neue für ein ökonomisches System gebraucht und missbraucht werden. Und die Forschung kann nichts dagegen unternehmen, weil selbst die Forschung inzwischen ökonomisiert ist, und sich darum zu kümmern hat, woher sie ihre Mittel bekommt, um weiter forschen zu können.:.

… Wir wissen bis heute nicht was ist, wenn die immer neuen Stoffe, die entwickelt werden, in den natürlichen Kreislauf geraten. Wir ahnen etwas davon, wenn wir die Strudel sehen an Kunststoffresten, die sich irgendwo in den Meeren gebildet haben. Die Bilder davon sind so schauerlich, dass man sich fragt, was wir gemacht haben. Wir haben gar nichts gemacht, wir haben hier mal was liegen lassen, da mal was liegen lassen. Wenn wir etwas in den Fluss fallen lassen, dann landet das irgendwann im Meer, und das Meer hat seine Strömung und in diesen Strömungen gibt es Strudel. Und so sammelt sich alles irgendwann wieder aufs Neue, irgendwo im Meer. Die Tiere können es nicht verdauen, wenn sie es in sich aufgenommen haben. Sie krepieren elendig…

… dank aller möglichen Medien wissen wir längst, wie der Mensch diesen Planeten verändert hat – so wie noch keine Biomasse vor ihm. . Denken Sie nur an die Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW), der in der Industrie massenhaft Verwendung findet. Bis die Frage gestellt wurde, was machen FCKWs mit der Atmosphäre? Als die NASA die ersten Daten von Satelliten heruntergefunkt bekam, Daten die zeigten, dass die Ozonschicht an den Stellen über den Polen teilweise gar nicht mehr vorhanden ist, da hielt man das für Messfehler. Man konnte sich gar nicht vorstellen, dass wir nach einigen wenigen Jahrzehnten der Benutzung von FCKW nennenswert die Atmosphäre beeinflussen könnten. Dann war aber schnell klar: Wir können es, wir haben es vermasselt. Gott sei Dank ist es zu einem Abkommen gekommen, so dass eben diese Stoffe verbannt wurden, zumindest in Teilen. Das Ozonloch schließt sich langsam. Fatal ist allerdings, dass die Ersatzstoffe für die Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe leider sehr treibhausaktiv sind, teilweise bis zu 2.000 Mal treibhausaktiver als die Treibhausgase, von denen Sie alle wissen: Kohlendioxid, Methan.

… Denken Sie bei jedem Starkregen daran, das Wasser musste irgendwie in die Luft kommen. Wie kommt Wasser in die Luft? Indem es verdunstet. Wann verdunstet Wasser? Wenn es wärmer wird. Jeder Starkregen ist ein Hinweis auf die globale Erwärmung. Jedes Mal, wenn Sie in die Alpen fahren und irgendwelche Gletscher vermissen, dann wissen Sie, die sind weg, weil die Eiskristalle einfach verschwunden sind …”

Was machen wir mit diesem Wissen?
Am Donnerstag, 26. Februar 2015 wird in Heitersheim ein Abend mit peruanischen Sängern stattfinden. Die gleiche Gruppe “siembra” hat uns im Tauschring vor Jahren schon einmal besucht. Rudi vertraut darauf, dass wir uns aus einer anderen Kultur, seiner in Peru liebgewonnenen Kultur zu wirksamen Änderungen im Lebensstil bewegen lassen.


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